Richtiges Archivieren von Digitalfotos
Urlaubszeit ist Fotozeit. Die meisten Aufnahmen werden mittlerweile nicht mehr auf einem klassischen Zelluloidfilm aufgenommen. 58 Prozent aller deutschen Haushalte besitzen eine Digitalkamera. Doch 7 Prozent aller Digitalfotografierer riskieren den Verlust ihrer Urlaubsfotos, denn diese knapp 3 Millionen Personen fertigen keine Sicherheitskopien an. Immerhin drei Viertel aller Nutzer von Digitalkameras speichern ihre Fotos auf einer externen Festplatte oder der Festplatte ihres Computers. Gut die Hälfte der Nutzer brennt die Bilder auf CDs oder DVDs. Und jeder Vierte archiviert seine Fotos auf der Speicherkarte seiner Kamera. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von TechConsult im Auftrag des BITKOM. 1002 Personen ab 10 Jahre wurden befragt. "Wer seine digitalen Fotos langfristig archivieren und vor Verlust oder Verfall schützen will, sollte mehrere Dateikopien anfertigen und auf voneinander unabhängige Datenträger verteilen", sagt Michael Schidlack, Bereichsleiter für Consumer Electronics beim BITKOM. Der BITKOM gibt Tipps zur sicheren Datenspeicherung.
1. Speichern auf Festplatten
Grundsätzlich sollten die Dateien nicht nur auf einer einzigen Festplatte gespeichert werden. Stattdessen bietet sich an, die Originaldateien auf den PC zu überspielen und außerdem Sicherungskopien auf einer externen Festplatte zu speichern. Diese Festplatte sollte getrennt vom PC aufbewahrt und nur zur Datensicherung angeschlossen werden. Die richtige Software erleichtert dabei das Synchronisieren zwischen Original und Sicherungs-Datei.
Wichtig: Auch Festplatten altern und können ausfallen. Daher sollten sie regelmäßig überprüft werden, idealerweise halbjährlich. Entsprechende Programme gibt es als Zubehör zum Betriebssystem, beim Festplattenhersteller oder als Download im Internet.
2. Brennen auf Speichermedien
Zusätzlich oder alternativ zu externen Festplatten können die Dateien auf einem anderen Medium wie einer CD, DVD oder Blu-ray-Disc abgelegt werden. Aber alle diese Medien halten nicht ewig. In der Regel halten Medien, die nur einmal beschrieben werden können, länger als wiederbeschreibbare Medien. Die Art der Lagerung beeinflusst die Lebensdauer in aller Regel erheblich. CDs, DVDs oder Blu-ray-Discs werden am besten trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt. Datenträger, die zur Sicherung dienen, sollten möglichst selten verwendet werden. Auch bei vorsichtiger Verwendung kann eine mechanische Belastung die Haltbarkeit verringern. Wer häufig auf die Bilder einer CD zugreifen will, sollte sich eine zweite Kopie brennen. Zudem empfiehlt es sich, ein- bis zweimal im Jahr die Lesbarkeit der Medien zu überprüfen. Außerdem sollten die Dateien deutlich vor Ende der erwarteten Haltbarkeit der Medien auf einen neuen Datenträger kopiert werden. Ist abzusehen, dass das verwendete Dateiformat veraltet, empfiehlt sich dabei eine Konvertierung auf ein aktuelles Format.
3. Im Internet speichern
Große Vorteile bieten so genannte Online-Backups, also das Speichern im Internet: In zentralen Rechenzentren können die Anbieter solcher Lösungen die Daten wirksam sichern und archivieren. Der Nutzer braucht sich keine Gedanken über die Art und Weise zu machen, wo und auf welchen Medien er seine Dateien abspeichert und gegen Viren schützt. Er kann von jedem Internetanschluss auf die Daten zugreifen und diesen Zugriff auch anderen ermöglichen. Zusatzangebote wie digitale Fotoalben, Hilfen zur Fotoverwaltung oder Web-Communitys runden diese Lösung ab. Dafür gibt es kostenlose wie kostenpflichtige Lösungen. Die Auswahl des Dienstleisters ist entscheidend für die Zuverlässigkeit der Datensicherung: Verbraucher sollten sich vorher über den Anbieter informieren und die Nutzungs- bzw. Vertragsbedingungen genau prüfen.
4. Herstellerübergreifende Speicherformate verwenden
Für eine Langzeitarchivierung sollten weit verbreitete Formate verwendet werden. Ideal sind herstellerübergreifende Formate wie Tiff (ohne Qualitätsverlust) oder JPEG (komprimiert, je nach Kompressionsgrad mit Qualitätseinbußen). Bei anspruchsvollen Fotografen sind sogenannte RAW-Dateien beliebt. Diese so genannten digitalen Negative liefern hochwertige Ergebnisse, sind auf die jeweiligen Hersteller von Kameras zugeschnitten und oft von Kamera zu Kamera unterschiedlich. In einigen Jahren könnte die Konvertierung Probleme bereiten, weil es bislang kein standardisiertes "RAW-Format" gibt. Daher sollten die Fotos zusätzlich als Tiff oder JPEG gespeichert werden.
5. Ausdrucken
Wichtige Fotos können ausgedruckt und in Ordnern, Fotoalben oder -büchern aufbewahrt werden. So werden zwar die großen Vorteile der Digitalisierung verspielt, aber man hat für den Fall der Fälle eine traditionelle Sicherungskopie.
6. Daten wiederfinden
Das Wiederfinden digitaler Fotos ist oft schwierig. Daher sollten die Datenträger und Dateien schon beim Abspeichern mit Hinweisen versehen werden, die später das Finden erleichtern. Entsprechende Informationen können im Dateinamen oder unter "Eigenschaften der Datei" hinterlegt werden: Wann und wo wurde das Foto gemacht? Was war der Anlass? Für Vielfotografierer gibt es zudem Zusatzprogramme, die weitere Informationen direkt in den so genannten Exif-Daten einer Bilddatei bearbeiten und abspeichern können. Exif ist ein Standardformat für die Metadaten digitaler Bilder. Darin werden Zusatzinformationen zu den Fotos abgelegt, beispielsweise Aufnahmedatum oder Belichtungszeit. Da sich digitale Bilder relativ leicht verändern lassen, kann es sich lohnen, die Original-Bilder generell schreibgeschützt abzuspeichern und nur Kopien von ihnen zu bearbeiten. Hierfür gibt es viele Programme, die beim Verwalten und Suchen von Fotos helfen.
7. Bei Datenverlust alle Möglichkeiten ausnutzen
Zufällig gelöschte Dateien lassen sich oft mit entsprechender Software rekonstruieren. Für den privaten Gebrauch reichen in der Regel Programme, die kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können. Auch Daten, die auf Speicherkarten beispielsweise in Digitalkameras liegen, können so gerettet werden. Ist eine Festplatte defekt, so kann ein spezialisierter Dienstleister häufig die Daten wiederherstellen. Nach dem versehentlichen Löschen oder auch einem Datenverlust gilt für Speicherkarten und Festplatten: In keinem Fall neue Daten auf den Datenträger schreiben. Das könnte Dateien endgültig zerstören, die sonst noch zu rekonstruieren sind.
Quelle: Pressemeldung BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e.V.
Dieser Beitrag wurde bisher 55 mal gelesen.
(Rang 1153 auf htpc4you.de)
Weitere News
Geschäftsklima in Hightech-Branche weiterhin gut
23.11.2011 | Zwei Drittel der Anbieter erwarten Umsatzplus für 2012 Vertrauen als zentrales Thema auf der CeBIT BITKOM...
weiter in Geschäftsklima in Hightech-Branche ...ASUS VG278H: Monitor-Bolide für Multimedia- und Spielevergnügen in 3D
17.10.2011 | 27 Zöller mit 120 Hertz Technologie und NVIDIA" 3D Vision™ 2 Shutter Brille
weiter in ASUS VG278H: Monitor-Bolide für ...ZDF-Intendant Schächter zur Diskussion über KEF-Anmeldung
22.09.2011 | "Anmeldung liegt deutlich unter der Inflationsrate. Zur aktuellen Diskussion über die Anmeldungen der...
weiter in ZDF-Intendant Schächter zur ...Toningenieur Jonathan Freed nutzt Sennheiser-Richtrohrmikrofone für NBA-Übertragungen
09.09.2011 | Bei der populären Basketball-Profiliga NBA sind nicht nur die international besten Spieler am Start - auch die...
weiter in Toningenieur Jonathan Freed nutzt ...Neues Makro-Objektiv und praktisches Zubehör für die NEX-Kameras von Sony
08.06.2011 | Wenn eine Kamera auf Reisen geht, benötigt sie Schutz und zusätzliche Reserven. Mit dem neuen E-Mount Zubehör...
weiter in Neues Makro-Objektiv und ...Aktuelles
Neues Netzgerät und Software- Update für das Konferenz- und Diskussionssystem ADN
Ab sofort ist für das Diskussions- und Konferenzsystem ADN...
weiter ...Vier Millionen Smart TVs stehen in deutschen Wohnungen
Jeder zehnte deutsche Haushalt besitzt ein internetfähiges...
weiter ...Neuigkeiten
Web- Shopping zum Fest: Jeder Dritte kauft Weihnachtsgeschenke online
Neuer Spitzenwert: 24 Millionen machen nutzen Web-Shopping...
weiter ...ASUS stellt neue P9X79 Serie und Sabertooth X79 vor.
ASUS, weltweite Nr. 1 unter den Mainboard-Herstellern,...
weiter ...Weitere Themen
Geschäftsklima in Hightech- Branche weiterhin gut
Zwei Drittel der Anbieter erwarten Umsatzplus für 2012...
weiter ...ASUS VG278H: Monitor- Bolide für Multimedia- und Spielevergnügen in 3D
27 Zöller mit 120 Hertz Technologie und NVIDIA" 3D Vision™ 2...
weiter ...Archiv
TV und Internet laufen oft parallel
Jeder zweite surft nebenher. Fernsehbildschirm an der Wand...
weiter ...Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2011
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie hat in...
weiter ...Verschiedenes
Telekom baut Browsergames- Angebot aus: Kooperation mit Start- up Players Rock Entertainment
Optimierung und Markteinführung neuer Browsergames im Fokus...
weiter ...
